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Die Geschichte des TV Niederrad

UNsere Geschichte

1918-1949: Neustart, 2. Weltkrieg, Verlust der Turnhalle

Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Sportbetrieb wieder ausgeweitet. Eine Handballabteilung wurde gegründet, die zunächst nicht über ein geeignetes Sportgelände verfügen konnte. Dennoch erzielte die Abteilung mit viel Improvisation schöne Erfolge, so dass sich der Verein entschloss, in der Goldsteinstraße ein Gelände der Stadt zu pachten.
1926 gründeten ehemalige Turnerinnen des Vereins anlässlich des 50jährigen Vereinsbestehens eine Damenhandballabteilung.
Nach den sehr erfolgreichen Jahren nach dem 1. Weltkrieg begann mit der wirtschaftlichen Talfahrt und der beginnenden Inflation für den Verein eine sehr harte Zeit. Die Entwicklung des Nationalsozialismus hatte auch ihre Auswirkungen auf den Turnverein. Die Sportvereine wurden von staatlicher Stelle stark beeinflusst.

Im Jahr 1934 musste der Turnverein dann erneut nach einem neuen Sportgelände Ausschau halten. Das Gelände in der Goldsteinstraße war durch die Errichtung des nahe gelegenen Klärwerkes und der damit verbundenen Mückenplage untragbar geworden. In der Hahnstraße war damals ein Sportgelände frei geworden, auf dem der TVN ein zweites Sportheim mit Duschanlagen errichtete.

Im Jahre 1939 erlitt der Sportbetrieb durch den beginnenden 2. Weltkrieg wiederum einen Rückschlag. Die Turnhalle wurde als Getreidelager beschlagnahmt. Dank der Hilfe der Niederräder Turngesellschaft, die ihre Halle zur Verfügung stellte, war es trotz der widrigen Umstände jedoch möglich, regelmäßig zu trainieren. 1941 wurde unsere Turnhalle dann wieder freigegeben, um dann 1943 nach den schweren Luftangriffen auf Sachsenhausen und Oberrad als Unterstand für die geretteten Wohnungseinrichtungen zweckentfremdet zu werden.

Der 22. März 1944 war dann ein besonders schwarzer Tag für den TVN. Die Turnhalle ging samt den untergestellten Möbeln in Flammen auf. All die mühevoll geleistete Arbeit von Jahren wurde binnen einer halben Stunde zunichte gemacht.
Der TVN hatte nach dem Krieg weder eine Halle noch ein arbeitsfähiges Team, das den Sportbetrieb wieder aufnehmen konnte. Erst 1948 wurde auf einer Versammlung in der Frauenhofschule beschlossen, den Sportbetrieb trotz aller Schwierigkeiten wieder anzukurbeln. Die Turnhalle der Salzmannschule musste diesmal für die Übungsstunden bereit gestellt werden, während die Feldspiele der Handballmannschaften im Stadion ausgetragen wurden.